Ich bin kein Extremist

Ich bin kein Extremist

Mir sind die Augen fast rausgefallen, als ich gestern Abend den Artikel der „Schweiz am Sonntag“ gesehen habe. Unter der Überschrift „Die Extremisten“ waren die Bilder von 10 Grossratskandidierenden zu sehen und ich war einer davon. Mein Foto trägt die Bildunterschrift „Der rechteste SPler“.

Erst war ich etwas sauer, danach begriff ich, dass es um eine simplifizierte Auswertung der Daten von Smartvote geht. Offenbar hat der Redaktor sich die Mühe genommen, die Smartmap zu studieren.

Smartvote ist ein grossartiges Tool, welches relativ raffiniert die jeweiligen Kandidaten einordnet und den Wählerinnen und Wählern eine Empfehlung abgibt. Es ist natürlich nicht perfekt, da ja jemand die Fragen auswählt und die Antworten gewichtet. Dennoch ist es eine sehr gute Hilfe für Wählende und Kandidierende.

Nach dem „Extremisten“-Schock habe ich mich natürlich sofort selbst auf dieser Smartmap gesucht und stellte dann doch mit Erleichterung fest, dass ich keinesfalls „extremistisch“ bin, ganz im Gegenteil, ich bin genau in der Mitte zwischen den Achsen Links und Liberal, das hat Smartvote richtig gesehen, da will ich sein! Weder „linksradikal“ noch „lauwarmmittig“, weder „lauwarmmittig“ noch „radikalliberal“.

Natürlich bringe ich als Kleinunternehmer andere Kenntnisse und Erfahrungen mit, die meine Ansichten prägen. Diese teile und diskutiere ich aber gerne mit Parteifreunden und auch ausserhalb der Partei mit Menschen, die an der Politik so viel Spass haben wie ich. In der SP gibt es, entgegen der gerne verbreiteten Medienmeinung, sehr wohl Platz für inhaltliche Auseinandersetzungen und die Meinungsvielfalt ist grösser als die „Schweiz am Sonntag“ sich vorstellt. Gerade als Secondo weiss ich was es heisst, einer Minderheit anzugehören. Da erstaunt es mich nicht, dass ich in gesellschaftspolitischen Fragen besonders liberal bin. Meine Biografie lässt mich wohl auch die Schweiz etwas anders sehen als meine Freunde ohne Migrationshintergrund. Ich schätze und verteidige viele Schweizer Werte, die andere für „selbstverständlich“ oder „obsolet“ halten.

Aus dieser Kombination und anderen Einflüssen ist meine eigenständige Meinung entstanden, die natürlich nicht immer jedem passt, aber immer offen ist für den Dialog. Was ich aber bestimmt nicht bin ist ein „Extremist“. Sie können mich also getrost wählen. Danke!

Daniel Ordas

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By Daniele Zedda • 18 February

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